Ägypten, Arabien u.a. gegen die Juden

Nach einer Übersetzung durch das Middle East Media Research Institute (MEMRI) beinhaltet die Ausgabe der ägyptischen Wochenzeitschrift „al-Ahram al-Arabi“ vom 9. August 2003 ein Interview mit Dr. Nabil Hilmi, dem Dekan der juristischen Fakultät der al-Zaqaziq Universität. Die Zeitschrift berichtet, dass Dr. Hilmi behauptet, er und eine Gruppe Ägypter in der Schweiz bereiteten eine Klage gegen „alle Juden“ vor, wegen Eigentums, das in der Zeit des biblischen Auszugs aus dem pharaonischen Ägypten den Ägyptern abgenommen wurde. Er schätzt den Wert der Klage als „sehr groß“ ein, mindestens 1,125 Milliarden Tonnen Gold (auf der Grundlage eines niedrigen Zinssatzes von jährlich 5%).

Dr. Hilmi sagt, dass seine Quelle die Bibel ist. Exodus (2. Mose) 12, 33-36 berichtet, dass die Kinder Israel Ägypten verließen, nachdem sie vom ägyptischen Volk Gold, Silber und Kleidungsstücke „ausliehen“; es steht dort: „So plünderten sie die Ägypter aus.“ Nach dem Interview in al-Ahram al-Arabi wurde Hilmi dadurch inspiriert, den Fall aufzunehmen, dass „die Juden verschiedene Forderungen an die Araber und die Welt stellen und Rechte einfordern, die sie auf historische und religiöse Quellen stützen...“

Der Jura-Dekan sah sich allerdings einer akuten religiösen Problem gegenüber, da islamische Quellen ebenfalls die biblischen Propheten Moses und Aaron verehren. Nur eine ordentliche „polizeiliche Untersuchung“ konnte das Durcheinander klären. Hilmi sagte dem Interviewer: „Eine polizeiliche Untersuchung legte offen, dass Moses und Aaron, Friede sei mit ihnen, begriffen, dass es unmöglich war, trotz seiner Annehmlichkeiten und obwohl die Ägypter sie sogar in jede Aktivität einbezogen, in Ägypten zu leben – wegen der perversen Natur der Juden...“ Trotz ihrer guten Absichten – Ägypten von den „perversen“ Juden zu befreien – deutet Indizien weiter auf die Propheten als Verdächtige im Großen Goldraub in Ägypten hin. Aber, so informiert uns der große Gelehrte, die Polizei deckte schließlich die wahren Schuldigen auf: „Ein Befehl wurde von den jüdischen Rabbis ausgegeben, dass man aus dem Land fliehen solle und dass der Exodus heimlich und im Schutz der Dunkelheit und mit der größtmöglichen Menge an Beute stattzufinden habe. Das Codewort war ‚Um Mitternacht’. Zusätzlich wurde den jüdischen Frauen gesagt, sie sollten das Gold und die Kochgeschirre der ägyptischen Frauen stehlen; und genau das geschah dann.“

Überraschenderweise werden Dr. Hilmi und seine juristischen Schlauköpfe in der Lage sein, sich für ihre juristischen Begründungen auf bestehende Standardwerke verlassen. 1986 wurde in der israelischen Presse berichtet, dass eine Gruppe Ägypter behauptet hatte, Israel schulde ihnen etwa 40 Milliarden US-Dollar wegen des in der Zeit des Exodus geplünderten Goldes. Ein ägyptischer Experte der antiken Geschichte Ägyptens untersuchte die Sache und sagte der lokalen Zeitung „al-Gomhouriyah“: „Die Israeliten raubten den Ägyptern ihre Reichtümer und benutzten sie, um das goldene Kalb zu formen. Nach unserer Auffassung ist eine Schuld eine Schuld. Der Staat Israel ist daher verpflichtet, das dem ägyptischen Finanzministerium zurückzuzahlen, wenn auch ohne Zinsen, da der Islam uns verbietet Zinsen zu nehmen.“ Der Gelehrte unterstützte seine Forderung mit einem quasi-rechtlichen Appell zu ererbten Schulden, indem er anführte: „Die Juden sollten nicht vergessen, was in ihrer Torah steht: dass ‚die Sünden der Väter auf ihre Kinder zurückfallen.’“

Das arabischsprachige Programm von Israel Radio konterte mit einer Herausforderung an den von „al-Gomhouriyah“ interviewten ägyptischen Gelehrten. Es stellte heraus, dass die Kinder Israels 280 Jahre lang als Sklaven für die Ägypter arbeiteten. Der „Voice of Israel“-Kommentator sagte: „Seien Sie bitte so freundlich, die Löhne auszurechnen, die die Ägypter den Juden schulden, dazu die Summe, die ihnen wegen der Zurückhaltung der Löhne seit 3000 Jahren zusteht. Wenn Sie die genaue Berechnung erledigt haben, fordern Sie bitte Ihre Regierung auf, uns den ausstehenden Rest zu überweisen.“

Aber selbst 1986 war das bereits ein alter Hut. Der Talmud berichtet im Traktat „Sanhedrin“: „Die Ägypter kamen zu einer Diskussion mit den Juden vor Alexander den Großen. Sie sagten ihm: ‚Sieh: Ihre Torah sagt, dass Gott die Juden bei den Ägyptern Gefallen finden ließ und sie liehen ihnen Gebt uns das Gold und Silber zurück, das ihr uns genommen habt.’“ Der Talmud berichtet, dass ein einfacher Juden namens Geviha ben-Pesisa die Weisen bat, sie mögen ihn am Hof Alexanders auf die Klage antworten lassen. Verlöre er, so würde dies ein Problem seiner Ignoranz sein; hätte er Erfolg, würde dieser allein der Torah zugeschrieben werden.

[goldene und silberne Geräte]

Geviha bekam die Erlaubnis und fragte die Ägypter: „Woher habt ihr die Belege für eure Anklage?“ „Aus der Torah“, antworteten die ägyptischen Delegierten. Der Talmud fährt fort: „Er sagte ihnen dann: ‚Ich werde euch meine Beweise auch nur aus der Torah bringen. Die Torah sagt, dass die Kinder Israels 430 Jahre in Ägypten wohnten. Gebt uns die Löhne, die den 600.000 Männern zustehen, die ihr in Ägypten 430 Jahre lang versklavtet.’“

Nach dem Talmud baten die Ägypter daraufhin um drei Tage, um ihre Antwort auszuarbeiten. Sie gingen fort und kehrten nie zurück.

Ein weiterer Klagefall, in dem der „ungelernte“ Geviha ben-Pesisa die Juden vertrat, wird in demselben talmudischen Traktat ausgeführt: „Die Nachkommen Ismaels kamen vor Alexander dem Großen und klagten. Sie sagten: ‚Das Land Kanaan ist unseres und eures (damit bezogen sie sich auf die Juden)...’ Geviha ben-Pesisa sagte: ‚Bringt ihr Beweise aus der Torah, werde ich auch Beweise aus der Torah bringen. Es steht geschrieben: Abraham gab alles, was er hatte, an Isaak weiter und er gab den Kindern der Konkubinen Geschenke. (Aber er gab seinen Besitz nicht an Ismael weiter!)’“

[die Araber]

Interessanterweise legten die Ismaeliten ihre Forderung nicht vor, bis sie sahen, dass die Ägypter es versäumten, die ihre zu belegen. Der Grund dafür ist, dass die Ismaeliten ursprünglich annahmen, dass den Juden das Land Israel als Ausgleich für den „Holocaust“ unter dem Pharaoh geschenkt bekamen. Da sie aber sagen, dass das jüdische Volk praktisch einen anderen Ausgleich für seine Dienste in Ägypten erhielt (Gold und Silber), forderten die Ismaeliten gleiche Rechte am Land Israel. (Mit Dank an Kollel Iyun HaDaf aus Har Nof, Jerusalem.) Wenn also „die Juden“ die jetzt gegen sie in Ägypten vorbereitete Klage von Dr. Nabil Hilmi, den Rechts-Professor der al-Zaqaziq-Universität, gewinnen, dann glaube ich, dass wir uns einer Gruppenklage der „Nachkommen Ismaels“ gegenüber sehen werden.

Die neuen Informationen über die Juden, die nach Dr. Hilmi kürzlich von der Polizei entdeckt wurden, könnten diesmal einen besseren Ausgang für die Ägypter schaffen.

Wenn aber doch diese Polizisten ihre eindrucksvollen Ermittlungsfähigkeiten der Entdeckung der geheimnisvollen Leute zuwenden würden, die Sprengstoff, Waffen und Munition von Ägypten in das von den palästinensischen Autonomie kontrollierten Gazastreifen schmuggeln!

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